Chronische Schmerzstörungen nach Verlust und Trauma

Chronische Schmerzstörungen werden in der Regel durch zahlreiche Faktoren aufrechterhalten, deren Kenntnis und Berücksichtigung die Planung und Durchführung gezielter psychotherapeutischer Maßnahmen erheblich erleichtern. Zu diesen Faktoren gehören bedeutsame Verluste und traumatische Erfahrungen ebenso wie die Beteiligung von intrapsychischen Konflikten, defizitären psychischen Strukturen oder organischen Krankheiten.

In unserem Workshop werden zunächst die physiologischen Grundlagen der Schmerzverarbeitung referiert und anhand von einfachen anschaulichen Experimenten erfahrbar gemacht. Sie lernen die Bedeutung von Bindungsfaktoren im Zusammenhang mit Verlusterlebnissen und ihre Beziehung zu den schmerzverarbeitenden zentralen Strukturen kennen.
Anhand von Fallbeispielen (Video, Vignetten) soll in den gemeinsamen Diskussionen der diagnostische Blick für traumarelevante Aspekte, die sich oftmals hinter den chronischen Schmerzen verbergen, geschärft werden.
Schließlich befassen wir uns überblickend mit den unterschiedlichen Elementen einer multimethodalen Therapie auf psychodynamischer Grundlage (Einzel- und Gruppentherapie, Entspannungsverfahren, Physiotherapie, Biofeedback, EMDR, Pharmakotherapie).

 

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